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Schirmherren 2016: Europäisches
Parlament
Rainer Maria
Kardinal Woelki
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Köln, 16.03.2014

Referenten / Bildergalerie

Prades

Der spanische Professor für Dogmatik und Rektor der Universidad Eclesiástica San Dámaso in Madrid, Javier María Prades López, wies auf die unauslöschliche Sehnsucht des Menschen nach dem „Unendlichen“ hin. Dies verdeutlichte er anhand von Beispielen aus der Malerei, Bildhauerei, Literatur und Musik des 20. Jahrhunderts, wie etwa bei Francis Bacon, Max Beckmann und dem argentinischen Schriftsteller Ernesto Sábato.

Genau auf diese Grundsehnsucht der Person antworte das Christentum bzw. die Person Christi. „Es ist eine rastlose Suche, sehr mühevoll, voller Irrwege, die aber niemals aufhört, sondern immer wieder von Neuem beginnt“, so Prades. Für die Identität Europas sei es wesentlich, dass der Dialog über das menschliche Antlitz weitergehe, wie auch die europäische Kunst es bis in die Gegenwart nicht aufgegeben habe, das menschliche Gesicht zu porträtieren. Es sei unser aller Verantwortung, den Dialog über das Angesicht jedes einzelnen und das der Gesellschaft voranzutreiben. „Die Christen haben immer schon zu der Debatte beigetragen und tun es auch weiterhin, indem sie über ihre Erfahrung berichten, über die Begegnung mit einem einzigartigen, einmaligen Antlitz.“

Scholz

Bernhard Scholz, Unternehmensberater und Präsident der „Compagnia delle Opere“, einer Vereinigung klein- und mittelständischer Unternehmen in Italien, zeigte in seinem Vortrag Optionen für die Zukunft Europas auf. Die Europäische Union sei entstanden, um nach den Weltkriegen den Frieden zu sichern. Während anfangs die Wirtschaft noch Mittel zum Zeck gewesen sei, habe sich daraus eine Eigendynamik entwickelt, bei der die Wirtschaft immer stärker in den Mittelpunkt getreten sei.

Aktuell stehe Europa vor großen Herausforderungen politischer und gesellschaftlicher Natur – zwischen beiden müsse man unterscheiden, könne sie jedoch nicht trennen. Denn: „Die Werteorientierung der Politik [hängt] davon ab, was in der Gesellschaft an Werten gelebt wird. […] Oder noch deutlicher: Was die Bürger Europas für eine Identität haben, was ich für eine Identität habe – davon hängt die Zukunft Europas ab.“